FDP Ammersbek auf Facebook

Grundschüler brauchen nach Meinung der Landesregierung ihre Zeugnisse nicht verstehen

 

„Nein, dass Grundschülerinnen und Grundschüler ihre Zeugnisse verstehen müssen, wäre bei der Entwicklung der neuen Kompetenzzeugnisse durch die Landesregierung nicht vorgesehen gewesen – erklärt uns der von Frau Ministerin Ernst bestellte Experte. Aus Sicht der Schulministerin ist das offensichtlich auch keine Notwendigkeit. Aber nicht nur Schüler, sondern auch Eltern und Lehrer werden mit dem Verstehen der Zeugnisse ihre Probleme haben. So ist es z.B. im Bereich der Mathematik selbst dem Ministerium nicht möglich, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kompetenzfeldern zu erläutern. Wenn in einem Kompetenzfeld ‚geometrische Formen kennen ‘ bewertet wird und im nächsten Feld‚ geometrische Muster erkennen‘, dann muss man mindestens Mathematiker sein, um den feinen Unterschied herauszuarbeiten.

Offen bleibt auch der Sinn der Entwicklungsberichte, wenn sie genau die gleichen Kategorien verwenden wie die Zeugnisse. Die Frage drängt sich auf, welchen Sinn es ergibt, im ersten Schulhalbjahr der vierten Klasse einen Entwicklungsbericht zu bekommen, der dem Kompetenzzeugnis nahezu vollständig gleicht? Ministerin Ernst erkennt nicht, dass in einem Entwicklungsbericht Veränderungen und Perspektiven aufgezeigt werden müssen und deswegen keinesfalls die gleichen Kategorien verwendet werden dürfen wie in Zeugnissen.

Zumindest taktisch hat die Landesregierung dazu gelernt. Da sie weiß, dass öffentlicher Gegenwind derzeit schädlich wäre, will sie die Kompetenzzeugnisse erst nach einer dreijährigen Übergangsfrist verbindlich einführen und damit die notenfreie Grundschule durchsetzen.

10. Juli 2015

Anita Klahn

Freihandelsabkommen Kaum jemand liest die TTIP-Dokumente

Lauthals haben die Gegner des Handelsabkommens TTIP Transparenz gefordert. Deshalb veröffentlichte die Kommission viele Verhandlungstexte. Drei Monate später zeigt sich: Fast niemand liest sie.

16.04.2015, von HENDRIK KAFSACKBRÜSSEL
 

 

© AFPVergrößernAuf der Straße gibt es viel Protest gegen das Freihandelsabkommen TTIP, wie hier im Februar 2015 in Brüssel. Für die Verhandlungsdokumente interessiert sich jedoch fast niemand.

Am Samstag ist es wieder soweit. Kurz vor dem Beginn der neunten Verhandlungsrunde zwischen EU und Vereinigten Staaten über das Freihandelsabkommen TTIP in New York planen die Gegner einen großen Aktionstag. 550 Demonstrationen in 34 Ländern sollen ein Zeichen gegen die vermeintliche Absenkung von Sozial- und Umweltstandards setzen.

Kontaktaufnahme

Das Wichtigste bei der politischen Arbeit ist natürlich der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Also scheuen Sie sich nicht uns anzuschreiben.

Kontakt

 

Wetter

Weather data OK.
Hamburg
1 °C