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Freihandelsabkommen: Auch Verbraucher würden profitieren

  

       Die Vorteile von TTIP 

In der Debatte über das geplante Freihandelsabkommen geht es oft um mögliche Gefahren. Dabei gibt es auch viele Beispiele, wie TTIP helfen kann. Ein Überblick.

 
© EDGAR SCHOEPALMehr Handel: Frachtcontainer auf dem Flugplatz Köln-Bonn

Seit Monaten ist in der Debatte über das geplante Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten (TTIP) vor allem die Rede über tatsächliche oder vermeintliche Gefahren von der Öffnung der Märkte beiderseits des Atlantiks. Wer von TTIP redet, redet meist von Schiedsgerichten für Privatinvestoren (ISDS) und möglichen Gefahren für Umwelt- oder Sozialstandards. Die Vorteile, die das Abkommen bringen könnte, sind dabei vollkommen aus dem Blick geraten. Dabei gibt es viele ganz konkrete Beispiele dafür, wie TTIP den Unternehmen und den Verbrauchern helfen kann. Ein Überblick über alle Vorteile, wie sie die Befürworter betonen, zur laufenden zehnten TTIP-Verhandlungsrunde in Brüssel:

Hendrik  Kafsack Folgen:

Weniger Zölle: Die Zölle liegen mit jeweils rund 4 Prozent zwar nicht besonders hoch. Dennoch haben Unternehmen beiderseits des Atlantiks im Handel mit Industrieprodukten zuletzt mit 3,5 Milliarden Euro insgesamt eine hohe Summe an Zöllen gezahlt. Zudem gibt es in einzelnen Branchen durchaus hohe Zollhürden. Das gilt für Lebensmittel und Textilien, aber auch für Geschirr. Der Zollsatz kann für dieses bis zu 25 Prozent betragen. Vor allem aber ist schwer zu bestimmen, wann der Standardsatz von 6 Prozent und wann der höhere Satz von 25 Prozent greift. Der deutsche mittelständische Porzellanhersteller BHS Tabletop hat die Ausfuhr in die Vereinigten Staaten deshalb eingestellt. Die Zölle treffen aber auch mittelständische Bäckereien wie Mette Munk Bakeries aus Dänemark. Die exportieren ihre Produkte in die ganze Welt, nicht aber nach Amerika.

Schnellere Verfahren: Es geht aber nicht nur um die Höhe der Zölle, sondern auch um die Abwicklung. Die oft langwierigen Zollverfahren betreffen besonders Hersteller frischer Produkte. Der italienische Käsehersteller Emilio Mauri etwa ist schon seit Jahren in den Vereinigten Staaten aktiv. Der Verkauf von hochwertigen Käsesorten mit kurzer Haltbarkeit scheitert allerdings häufig an den langwierigen Zollverfahren.

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Weniger Bürokratie: Wichtiger aber ist, dass TTIP Bürokratie abbaut. Momentan müssen Produkte in der Regel auf beiden Seiten des Atlantiks separat zugelassen werden. Entsprechend fallen zweimal Kosten für Testverfahren und Konformitätsprüfungen an. Insgesamt belaufen sie sich nach Studien auf durchschnittlich ein Fünftel des Warenwerts. Das betrifft vor allem den Mittelstand, der sich den bürokratischen Aufwand für die Ausfuhr nach Amerika oft nicht leisten kann. Dabei geht es oft nicht um verschiedene Weltauffassungen etwa zu der Frage, ob Hähnchenfleisch mit Chor desinfiziert werden darf. Ein großer Teil der Unterschiede betrifft Banalitäten. Ein Feinbäcker etwa kann nicht ohne weiteres Kuchen nach Amerika ausführen, weil die europäischen Sahnemaschinen nicht den amerikanischen Standards entsprechen. Französische Austernfarmer können ihre Muscheln nicht ohne weiteres verkaufen, weil die Amerikaner das Wasser testen und die Europäer die Muschel selbst – obwohl beides nach Ansicht von Wissenschaftlern genauso sicher ist.

 

 

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